solidair-zh als Brückenschlag zwischen Bevölkerung, Umwelt, Wirtschaft und Flughafen
 

Forderungen


Forderung 1

Bund und Kanton Zürich erarbeiten gemeinsam optimale Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz

Der Bund und der Kanton Zürich legen Rahmenbedingungen und Handlungsspielraum für den Flughafen Zürich unter Berücksichtigung aller Sicherheitsaspekte in einem nationalen Luftverkehrskonzept fest. Dieses soll:

  • die Chancen einer Immissionsoptimierung wahrnehmen
  • die für die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz notwendige Drehscheibenfunktion des Flughafens Zürich ermöglichen
  • den Schienen- und den Individualverkehr mit einbeziehen
  • alle Schweizer Flughäfen berücksichtigen

Forderung 2

LEQ-Lärmwerte neu gewichten, Lärmkataster neu berechnen

Der Bund soll den Begriff «Fluglärm» anhand einer modifizierten LEQ-Gewichtung näher am realen Empfinden der Bevölkerung definieren und auf dieser Basis die Lärmperimeter mit einer realistischen Flugbewegungszahl neu berechnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass:

  • Lärmspitzen, Wochenenden + sensible Tageszeiten stärker zu gewichten sind
  • eine Neuberechnung der Lärmperimeter nach neuem Lärm- Berechnungsmodell auf Basis der Bewegungszahlen im Jahr 2000 mit heutigem Lärmprofil basierend auf der heutigen Flottenzusammensetzung nötig ist

Forderung 3

Rechts- und Planungssicherheit für die Flughafenregion und den Flughafen

Die Rechtssicherheit für die Grundeigentümer und die Planungssicherheit für den Flughafen und die Gemeinden der Flughafenregion muss auf einer realistischen Basis und dem heute bestehenden Pistensystem wieder hergestellt werden. Notrecht darf nicht zu Gewohnheitsrecht werden! Deshalb fordern wir:

  • Anpassung der Planungsrestriktionen innerhalb der neu berechneten Lärmperimeter (gemäss Forderung 2)
  • Sonderbauvorschriften für das Bauen mit entsprechenden Lärmschutzmassnahmen innerhalb des Lärmkataster und ausserhalb der Alarmgrenzwerte
  • Änderung der eidg. Lärmverordnung für den Flugverkehr, welche Lärmentschädigungen auf ein realistisches Mass reduziert (z.B. durch eine Beschränkung auf Gebiete, welche gegenüber dem Zustand im Jahr 2000 neu in den Alarmgrenzwert-Perimeter zu liegen kommen)
  • Verzicht auf Projektierungszonen und andere Massnahmen, welche zu weiteren Einschränkungen für Grundeigentümer und zur Beschneidung der Gemeindeautonomie führen

Forderung 4

Eine Betriebsausrichtung etablieren, welche sich am Konzept vor Beschränkung der Nordanflüge orientiert

Das natürlich gewachsene und topografisch ideale Betriebskonzept des Flughafens soll mit verstärkten politischen Anstrengungen und beschleunigter Anwendung neuer Anflugverfahren möglichst nahe an den Zustand vor der Einschränkung der Nordanflüge zurückgeführt werden. Das kann erreicht werden mit:

  • der Realisierung eines Betriebskonzepts, welches sich am Zustand vor Kündigung des Staatsvertrags orientiert
  • der Intensivierung der Neuverhandlung mit Deutschland für den Abbau der Anflugbeschränkungen aus Norden
  • der vollen Ausschöpfung des Anflugkontingentes aus Norden inklusive neuer Anflugverfahren (wie als Beispiel der gekröpfte Nordanflug)
  • dem Einsatz von Süd- und erweiterten Ostanflügen(ausserhalb starker Westwindlagen) als Ergänzung des Anflugkontingentes aus Norden unter Massgabe eines emmissionsneutralen Wachstums auf Basis der Flugbewegungen im Jahr 2000

Forderung 5

Lärm- und schadstoffneutrales Wachstum ermöglichen unter Verzicht auf bauliche Veränderungen am Pistensystem

Die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Schweiz wird durch einen ausreichend leistungsfähigen, für die Bevölkerung der Flughafenregion erträglichen und akzeptierten Flughafen unterstützt. Unsere Forderungen:

  • Keine baulichen Veränderungen des heute bestehenden Pistensystemes
  • Lärm- und schadstoffneutrales Wachstum ermöglichen auf Basis der Flugbewegungen im Jahr 2000 und heutiger Flottenzusammensetzung
  • Optimierung des Flugzeugmixes durch eine Anpassung der lärm- und schadstoffabhängigen Flughafengebühren
  • Keine einseitige Benachteilung von Regionen (Enteignungen, Umzonungen etc.)

Forderung 6

Verringerung des Quell-Lärms durch direkte, flugtechnisch zweckmässige An- und Abflugrouten, welche keine Himmelsrichtung ausschliessen und eine auf dieses Ziel ausgerichtete Gestaltung der Flughafengebühren

Ziel ist die Vermeidung von unnötigem Lärm, die Einhaltung des Umweltschutzgesetzes und eine reibungslose Abwicklung des Flugverkehrs. Folgende Punkte sind umzusetzen:

  • Verzicht auf 270o-Abflug-Turns
  • Enttabuisierung sämtlicher An- und Abflugrouten (wie z.B. des Right-Turn)
  • Nachtruhesperre von 2300 bis 0600 Uhr
  • Verzicht auf Auflagen, welche zu betriebstechnisch unsinnigen An- und Abflugrouten führen
  • Verschärfte Auflagen für lärm- und schadstoffintensive Flugzeuge inklusive eines absoluten Landeverbots bei nicht Einhalten der Vorschriften (siehe Lärmkategorien)

Forderung 7

Kommunikation mit der Bevölkerung und Entflechtung von Politik und Wirtschaft sicherstellen

Die Kommunikation mit der Bevölkerung muss weiter intensiviert, qualitativ verbessert und die Glaubwürdigkeit der Regierung zurückgewonnen werden. Dazu braucht es:

  • eine verbesserte Kommunikation der Flughafenbetreiberin, der Kantonsregierung und des Bundes mit der vom Fluglärm betroffenen Bevölkerung
  • Austritt der Mitglieder des Regierungsrates aus dem Verwaltungsrat des Flughafens


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16.11.2011 10:59 / 4 /